Schwarz-Weiße Fortsetzung der Hochzeit auf dem Reiterhof
Mein Computer konvertiert gerade fleißig die Aufnahmen einer Hochzeit und so habe ich endlich mal wieder etwas Zeit für meinen Blog.
Immer wieder fragen meine Kunden im Vorgespräch, ob denn während der geplanten Reportage auch Schwarz-Weiß-Fotos entstehen. Logisch. Der Reiz der SW-Fotografie hat niemals nachgelassen. Und gerade Reportagen werden durch das Weglassen von Farbe aufgewertet. Weniger ist mehr. Warum? Meine Theorie ist folgende (sicher haben andere diese Gedanken lange vor mir gehabt):
Farbe selbst löst Emotionen aus. D.h., die Farbe manipuliert den Betrachter möglicherweise, bevor er sich das Foto überhaupt genauer angeschaut hat. Gleichzeitig genügen die wenigen Informationen um sich ein ‘Bild’ zu machen, Erinnerungen aus dem Gefühlsleben zurück zu holen und man nimmt sich rasch das nächste Foto vor.
SW hingegen kann man nicht ohne weiteres ‘gedankenlos’ auf sich wirken lassen (ok – besondere Kontraste, das Spiel mit Licht und Schatten, Muster, mögen diese These abschwächen).
In der Regel aber muss man ganz genau hin sehen. Das Gehirn ist gezwungen, das Bild abzutasten und zu bewerten. Mehrere Regionen des Gehirns werden angeregt und so ist der Eindruck des Fotos wesentlich stärker und bleibt auch länger im Gedächtnis.
Fernab jeder Theorie – SW ist einfach nur genial. Wenn ich auch gestehen muss, dass meine SW-Fotos meist gar nicht wirklich SW sondern in Sepia getont sind. Ich finde das einfach angenehmer, als das etwas kalte SW.
Um meine Behauptungen zu untermauern, stelle ich hier einfach mal ein paar SW-Fotos von der bereits vor langer Zeit versprochenen Hochzeit auf dem Reiterhof ein. Damit aber auch die Farbfreunde auf ihre Kosten kommen, folgen noch ein paar bunte Bildchen
Dass die beiden Kleinen gleich dreimal auf den Bildern zu sehen sind, ist übrigens kein Zufall. Kinder können für einen aufmerksamen Fotografen extrem dankbare Motive sein.
Jetzt das farbliche Kontrastprogramm
















